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Warum es Einsatzlog gibt

Handgezeichnete Skizze des Tagebuchbildschirms: nummerierte Einträge mit farbigen Meldungstypen

Ich bin Feuerwehrmann. Ich fahre regelmäßig Einsätze, und letztes Jahr stand ich bei einer Großübung und sah zu, wie unsere Einsatzleitung Funkverkehr, Kräfte und Dokumentation gleichzeitig jonglierte. Alles auf Papier. Nicht ideal — aber Standard.

Es spielt keine Rolle, was für eine Lage es ist. Verkehrsunfall oder Gebäudebrand: Am wichtigsten ist, einen kühlen Kopf zu behalten und eine geordnete, klare Einsatzstelle zu führen. Die Einsatzleitung behält jedes Fahrzeug, jede Einheit und jedes Gerät im Blick. Gleichzeitig steht sie mit der Leitstelle in Verbindung — Lagemeldung, Patienten, Nachforderung von Kräften.

Auf Papier wird das schnell unübersichtlich, hektisch und chaotisch, denn genau dort verliert man den Überblick. Um das zu verhindern — und um die rechtlichen Fragen zu beantworten, die hinterher kommen — verlangen die meisten deutschen Dienstvorschriften eine Dokumentation an der Einsatzstelle.

Mehr als 96 Prozent der Feuerwehrangehörigen in Deutschland sind ehrenamtlich. In den Nachbarländern, in der Schweiz und in Österreich, ist es genauso. Warum betonen wir das? Weil es die Rahmenbedingungen erklärt:

  • Kommunen fürchten hohe Kosten für Software und Hardware,
  • technisches Verständnis lässt sich nicht voraussetzen,
  • und mit der falschen Software drohen rechtliche Konsequenzen, denn das Gesetz verlangt, dass nachträgliche Änderungen nicht möglich sind.

Also habe ich mich gefragt: Könnten wir etwas bauen, das zu jeder freiwilligen Feuerwehrfrau und jedem freiwilligen Feuerwehrmann passt?

So ist die Idee zu Einsatzlog entstanden. Ich wusste noch nicht, ob es funktionieren würde, aber ich wusste, dass ich etwas bauen wollte, auf das sich Freiwillige wirklich verlassen können.

Einsatzlog läuft auf dem Gerät und wird es für alle Plattformen geben, damit alle — egal mit welcher Hardware — dieselbe Anwendung nutzen. Mit Einsatzlog dokumentiert die Einsatzleitung jede abgesetzte Meldung und behält die Kommunikation im Griff. Nachträgliche Änderungen sind nicht möglich und werden es nie sein, damit das Protokoll rechtssicher bleibt.

Was unsere Idee hinter Einsatzlog war, kurz zusammengefasst:

  • Dokumentation für alle einfacher machen
  • Dokumentation auf jedem Gerät möglich machen
  • kritische Lagen nachvollziehbar festhalten
  • den Überblick über alle Kräfte behalten

Das Ziel ist einfach: ein Einsatztagebuch bauen, das auf jedem Gerät läuft, rechtssicher ist und einfach genug, dass jede und jeder Ehrenamtliche damit arbeiten kann.

#BuildInPublic